About me

Dicke_fette queere Menschen sind nicht nur von Diskriminierung betroffen – wir tragen auch Wissen, Beziehungen und Strategien in uns, die zeigen, wie solidarisches Zusammenleben möglich ist.

aboutme

Arbeitsschwerpunkte und Perspektiven

Ich arbeite als Bildungsreferent*in und Community Organizer an der Schnittstelle von Fatness, Queerness und Antidiskriminierung. Mich interessiert dabei, wie unterschiedliche Machtverhältnisse rund um Körper, Geschlecht und Sexualität zusammenwirken und Diskriminierung im Gesundheitssystem, in Bildungsinstitutionen, im Arbeitskontext oder innerhalb von sozialen Bewegungen selbst hervorbringen. Entsprechend beziehe ich in meine Arbeit ableismuskritische, rassismuskritische und klassismuskritische Perspektiven ein und arbeite bewusst mit unterschiedlichen Wissensformen. Dazu gehören sowohl Community- und Erfahrungswissen aus sozialen Bewegungen und kollektiven Praxen als auch Erkenntnisse aus Studien und akademischen Diskursen.

Bildungsarbeit und diskriminierungskritische Praxis

In Workshops, Vorträgen und Beratungen arbeite ich mit Fachkräften, Aktivist_innen und Organisationen zu Fettfeindlichkeit und zu deren Verflechtungen mit anderen Formen von Diskriminierung. Ziel ist es, sowohl Sensibilität für strukturelle Ungleichheiten zu entwickeln als auch Handlungsmöglichkeiten für diskriminierungskritische Praxis in pädagogischen, sozialen und politischen Kontexten zu eröffnen.

Aktuell arbeite ich als Projektleitung im Projekt „Queerfeindlichkeit solidarisch entgegentreten“ bei ABqueer e.V. und bin außerdem als Fachreferent_in im Bereich Weiterbildung bei der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung tätig. In diesen Kontexten entwickle und begleite ich Bildungsangebote, Qualifizierungen und Austauschformate zu diskriminierungskritischer Praxis.

Community Organizing und kollektive Räume

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Tätigkeit liegt im Community Organizing. Ich begleite und gestalte Räume, in denen dicke_fette Queers sich vernetzen, Erfahrungen teilen und kollektive Strategien entwickeln können. In diesem Zusammenhang leite ich derzeit die Community- und Austauschgruppe Fat & Queer im Spinnboden Lesbenarchiv. Mir ist wichtig, dass wir dicke_fette Menschen uns als Subjekte begreifen – als Menschen mit eigenem Wissen, Beziehungsformen, Praxen und politischer Handlungsmacht. Unsere Existenz ist legitim und verteidigungswürdig.

Ich bin Mitherausgeber*in des Sammelbandes Fragile Fäden – Beziehungsweisen im Kapitalismus. Außerdem entwickle ich derzeit ein Aquafitness-Angebot für dicke_fette Menschen und bin aktuell auf der Suche nach geeigneten Wasserflächen, um dieses Projekt umzusetzen.